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  INNERER BLITZSCHUTZ
   
 

Der „Innere Blitzschutz“ umfasst alle Maßnahmen, die getroffen werden, um die Auswirkungen des Blitzstromes mit seinen elektrischen und magnetischen Feldern möglichst gering zu halten.

Der wichtigste Bestandteil des Inneren Blitzschutzes ist der Blitzschutz-Potentialausgleich, ohne den ein wirkungsvoller Überspannungsschutz nicht möglich ist. Zu beachten ist, dass der Blitzschutz-Potentialausgleich auf einen fachtechnisch richtig ausgeführten Hauptpotentialausgleich und einen ggf. erforderlichen örtlichen Potentialausgleich aufsetzt.


Bei der Planung von Überspannungsschutzmaßnahmen ist darauf zu achten, dass entsprechend der Anforderungen und Belastungen, die ein Überspannungs-Schutzgerät beherrschen muss, eine zuverlässige Ableiterkoordination herzustellen ist.

Unter technisch-kaufmännischen Gesichtspunkten ist es heute nicht möglich, einen wirksamen Schutz durch den Einsatz eines einzigen Überspannungsableiters zu erzielen. Deshalb wird ein Stufenschutz konzipiert, bei dem das entsprechende Bauteil optimal auf die jeweilige Störgröße abgestimmt ist.

Der Schutz vor Schäden durch Überspannungen
Mit dem Blitzableiter ist es getan, dann brauche ich doch keinen Überspannungsschutz!

Weit gefehlt, denn durch Überspannungen entstehen jährlich Schäden in dreistelliger Millionenhöhe. Geht es beim Äußeren Blitzschutz im wesentlichen um den Brandschutz, so ist der Innere Blitzschutz eine Maßnahme zum Schutz der elektrischen und elektronischen Geräte vor Fehlfunktionen bzw. Zerstörung.

Beeinflussung empfindlicher Elektronik
Der Blitzstrom wird durch eine funktionsfähige Äußere Blitzschutzanlage zuverlässig in das Erdreich abgeleitet, erzeugt aber durch seine unvorstellbar hohe Energie in elektrischen Leitungen und Geräten eine Induktionsspannung von mehreren tausend Volt. Kaum ein Gerät hält solche hohen Spannungen aus. Selbst im Umkreis des Blitzeinschlages von etwa einem Kilometer drohen erhebliche Schäden an elektrischen Geräten, da die Überspannungen auch über die Netzeinspeisung in das Gebäude gelangen können.
Schäden an elektrischen Verbrauchern führen oftmals zu erheblichen Reparatur- oder Wiederbeschaffungskosten, doch wer ersetzt die Folgeschäden, z.B. den Verlust unersetzlicher Daten, den Ausfall oder die Fehlfunktionen von EDV-Systemen im gewerblichen Bereich oder medizinischen Geräten in Arztpraxen?

Man kann Vorsorge gegen diese Schäden treffen, indem man die Maßnahmen des Inneren Blitzschutzes beachtet!


Die Schadensstatistiken der Elektronikversicherungen weisen eine besorgniserregende Steigerung der Überspannungsschäden aus.
Nach einer Auswertung von 12.000 Schadenfällen wurde festgestellt, dass nach Bedienungsfehlern Blitze die häufigste Ursache für Computerschäden sind, deren Anteil sich in den letzten Jahren verdoppelt hat. Experten für Computersicherheit schätzten den volkswirtschaftlichen Gesamtschaden durch Blitzschlag und Überspannung an elektronischen Geräten in der Bundesrepublik Deutschland auf jährlich über 500 Millionen Euro.

Die in jüngster Zeit durchgeführten Analysen von Gewitterüberspannungsschäden an elektronischen Anlagen haben gezeigt, dass diese sensiblen Einrichtungen bis zu einer Entfernung von etwa 1,5 km (siehe Bild) vom Blitzeinschlagsort durch den elektromagnetischen Puls (LEMP: Lightning Electromagnetic Pulse) bzw. durch leitungsgeführte Überspannungen gefährdet sind. Gründe für diesen weit ausgedehnten Gefährdungsbereich sind zunehmende Empfindlichkeit informationstechnischer Geräte, Gebäudeüberschreitende Leitungen und große Netzausdehnungen.

Sowohl dem Äußeren als auch dem Inneren Blitzschutz , der auch den Schutz informationstechnischer Systeme, wie Computer und leittechnische Anlagen, bei direkten und indirekten Blitzeinwirkungen gewährleisten muss, kommt damit fundamentale Bedeutung zu.


Elektronische Bauelemente werden immer empfindlicher
Es vergeht kaum ein Monat, in dem die Computerindustrie keine neuen und immer schnelleren Computerchips bzw. Peripheriegeräte vorstellt. Der Anwender mag sich aufgrund dieser Entwicklung die Hände reiben, bekommt er doch für immer weniger Geld immer schnellere Hardware. Aber die Sache hat auch einen Haken, denn aufgrund der immer weiter fortschreitenden Miniaturisierung werden die Abstände der leitfähigen Strukturen innerhalb der Chips immer geringer. Daher genügen immer kleinere Überspannungsspitzen, um Durchschläge oder Kurzschlüsse innerhalb der Chips auszulösen. Fehlfunktionen oder gar der Totalausfall der Rechner sind dann die Folge.

Die Vorschaltung eines Überspannungsschutzadapters in die Netzleitung des Rechners mag für den Heimanwender unter Berücksichtigung des Kosten-Nutzen-Faktors ein guter Kompromiss sein. Gewerbe- bzw. Industriebetriebe, die auf die Verfügbarkeit Ihrer EDV-Anlagen angewiesen sind,  sollten sich vom Fachmann über den Schutz Ihrer Anlagen unter Berücksichtigung des Blitzschutzzonen-Konzeptes beraten lassen.