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  ÄUSSERER BLITZSCHUTZ
   
 

Das Blitzschutzsystem mit hohem Qualitätsstandard

Prüfungen an Blitzschutz- und Erdungsanlagen haben erkennen lassen, dass durch Korrosion starke Schäden an Erdern aufgetreten sind.
Schon wenige Jahren nach der Errichtung können Erdungsanlagen durch Korrosion soweit zerstört sein, dass sie in Ihrer Funktion eingeschränkt sind. Oberflächenerder sind durch unterschiedliche Bestandteile des Erdreiches querschnittsgemindert bzw. Bauteile wie verzinkter Bandstahl durch Korrosion regelrecht zersetzt.
Ursachen sind aggressive Bodenverhältnisse und die galvanische Elementbildungen durch vorhandene unedlere Metalle.
Um der Korrosion entgegenzuwirken, werden Erderwerkstoffe aus nichtrostendem und säurebeständigem (austhenitischer) Stahl mit dem Legierungsbestandteil nach DIN 17440 W. eingesetzt.

 

Um grundsätzlich einen einheitlichen Qualitätsstandard für das Blitzschutzsystem zu gewährleisten, wurde 1994 die Gütegemeinschaft für Blitzschutzanlagen e.V. in Aachen gegründet. Sie schloss sich dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. (RAL) an. Die Mitglieder der Gütegemeinschaft für Blitzschutzanlagen e.V. verpflichten sich gegenüber dem Auftraggeber von Blitzschutzanlagen gesicherte, dokumentierte und überwachte Qualität zu liefern.

Die Ausführungsbestimmungen für die Errichtung von äußeren Blitzschutzanlagen sind in einem Pflichtenheft festgelegt. Die bestehenden Ausführungsbestimmungen nach den gültigen Richtlinien der VDE dienen der RAL-Gütesicherung als Mindestanforderung. Es wurde aus der Vielzahl der nach Normen möglichen Ausführungen die bewährtesten und qualitativ hochwertigsten Lösungen vorgeschrieben.

Anforderungen an Blitzschutzbauteile und deren Mindestmaße
Aus Korrosionsschutzgründen schreibt die RAL-Gütesicherung „Äußerer Blitzschutz“ die folgenden Leitungstypen für Erder vor.

Im Erdreich (Oberflächenerder) müssen Leitungen aus Edelstahl W.-Nr. 1.4571 oder Kupfer verlegt werden. Leitungen aus verzinktem Stahl dürfen nur verlegt werden, wenn sie mit ausreichender Überdeckung in Beton eingebettet werden (Fundamenterder).

Bauteile zur Anbindung an den Fundamenterder
An der Verbindungsleitung zum Fundamenterder kommt es bei falschem Einbau zu starken Korrosionserscheinungen. Besonders Leitungen im Erdreich und an der Austrittsstelle aus dem Beton (Anschlussfahnen) sind gefährdet.
Für Verbindungsleitungen außerhalb von Beton wird der Einbau von Verbindungsleitungen aus NIRO (W-Nr.1.4571) oder Kabel NYY vorgeschrieben. Verbindungsleitungen im Beton müssen in feuerverzinktem Stahl  oder Kabel NYY ausgeführt werden.

Anschluss an den Oberflächenerder
Aus Gründen der starken Korrosionsgefahr sind Leitungen als Oberflächenerder  und Anschlussleitungen  (im Erdreich) aus  Stahl NIRO (W-Nr.1.4571), Kupfer oder Kabel NYY vorgeschrieben.

Erdeinführung
Die Erdeinführung bildet die Verbindung zwischen Ableiter und Erder im sehr korrosionsgefährdeten Erdübergangsbereich. Der Einbau von Erdeinführungen ist daher mit dem Werkstoff Stahl NIRO (W-Nr. 1.4571), Kupfer oder Kabel NYY vorgeschrieben.
Die Verbindung zum Ableiter soll sich in einer Höhe von 0.80 m...1.0 m über Erdniveau befinden.
 

 

Die Erdeinführung muss mindestens 0.5 m in das Erdreich hineingeführt werden. Die Erdeinführung kann entweder als eigenständiges Bauteil (Stange rund oder Stange flach), als Teil einer Leitungslänge (Leitung flach) oder als Kabel NYY mit Schutzrohr ausgeführt werden.

Ableiter
Die Ableitung stellt die Verbindung zwischen der Fangleitung und der Verbindung zum Erder her.
Auf je 20 m Umfang des Gebäudes muss ein Ableiter eingebaut werden. Die Ableiter sollen möglichst symmetrisch und gleichmäßig auf den Umfang verteilt werden. Es werden immer 2 Ableiter montiert. Bei technischen Gebäuden z.B. Bürogebäude mit heutigen Stand der EDV, soll der Abstand zwischen den Ableitern maximal 10 m betragen.
Ableiter dürfen in Fugen oder Schächten verlegt werden.
Die Befestigung des Ableiters sollen im gleichmäßigen Abstand von 0,8 m bis 1,0 m montiert werden. Der Ableiter sollte in einem Stück (ohne Verbindungsstelle) verlegt werden. Dies gilt besonders bei nicht sichtbaren Montagen.

 
 
Fangeinrichtung
Den Hauptteil der Fangeinrichtung bildet die Fangleitung. Ziel ist es, das zu sichernde Objekt gegen direkten Blitzeinschlag zu schützen.
Die Dachflächen werden durch ein Netz von Fangleitungen geschützt.
 

Die aufgespannten Flächen dürfen nicht größer als 10 m x 20 m sein. Diese Maschenweite garantiert, dass kein Punkt der Dachfläche weiter als 5 m von der Fangleitung entfernt ist. Für höhere Schutzanforderungen sind entsprechend kleinere Maschenweiten auszuwählen.
Das verwendete Material muss korrosionsbeständig, mechanisch stabil und blitzstromtragfähig sein. Anschlüsse müssen eine Verbindungsfläche von 10 cm² aufweisen.